Bartholomaeus Anglicus
Liber de proprietatibus rerum (französische Ausgabe), Anfang des 15. Jahrhunderts
Handschrift auf Pergament
Königliche Bibliothek von Belgien
Inv. ms. 9093, fol. 1 recto

OBJEKT 2

Der Liber de proprietatibus rerum („Buch über die Eigenschaften der Dinge“)
Der vermutlich in England geborene Franziskanermönch Bartholomaeus Anglicus vollendete die lateinische Version dieses Werks zwischen 1230 und 1240 in Magdeburg. Der Liber de proprietatibus rerum („Buch über die Eigenschaften der Dinge“) wird als Enzyklopädie mit Lesenotizen und Wissenswertem des Autors für seine Ordensbrüder verstanden. 1372 wurde das Buch von Jean Corbechon, Kaplan des französischen Königs Karl V., ins Französische übersetzt. Das hier gezeigte Exemplar ist eine Kopie vom Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts, die Anton von Burgund, dem unehelichen Sohn von Herzog Philipp dem Guten, gehörte. Die erste Seite zeigt die biblische Schöpfungsgeschichte unter anderem mit der Entstehung des Himmels und der Himmelskörper.

Heute werden noch rund 300 Handschriften aus der herzoglichen Bibliothek in der Königlichen Bibliothek Belgiens aufbewahrt. Die Handschriften wurden zwischen dem Ende des 14. und dem Ende des 15. Jahrhunderts erstellt und zählen zu den Meisterwerken der Buchkunst. Alle Bereiche des mittelalterlichen Denkens sind vertreten: Literatur, Geschichte des Altertums, Wissenschaft, Moral, Religion, Philosophie, aber auch Recht, Poesie und Ritterromane.
Im Herbst 2019 wird in der Königliche Bibliothek ein neues Museum rund um diese außerge wöhnliche mittelalterliche Bibliothek eröffnet.

Mehr lesen: The Library of the Dukes of Burgundy comes to life

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