Fulguriten oder „Blitzeinschläge“
Diosso, Nördlich von Loango, Kouilou, Republik Kongo
Sammlung von E. Dartevelle, Juli 1938
Inv. RGM 1554

OBJEKT 13

Fulgurites or ‘Blitzeinschläge’
Fulguriten sind röhrenförmige Gebilde aus amorpher Kieselsäure, die bei einem Blitzeinschlag auf die Erdoberfläche entstehen. Der Blitzeinschlag führt zu einer teilweisen Aufschmelzung des von ihm getroffenen Materials, gefolgt von der Bildung einer „amorphen“, glasartigen Phase bei rascher Abkühlung. In Afrika stammen die Fulguriten überwiegend aus den Sandwüsten der Sahara. Die hier ausgestellten Fulguriten wurden von Edmond Dartevelle vom Museum für Zentral-Afrika in den 1930er-Jahren in einer kleinen Bodensenke nördlich von Loango in der Republik Kongo gesammelt. Ihre Entdeckung wurde in einer Veröffentlichung in 1941 präsentiert. Dabei handelte es sich um das erste bekannte Vorkommen von Fulguriten in Zentral-Afrika. Edmond Dartevelle (1907-1956) war Biologe und Paläontologe, der zahlreiche Großexpeditionen im Küstengebiet Zentralafrikas, die sich von Angola bis Gabun erstreckt, unternommen hat. Die zahlreichen und vielfältigen Stücke, die er im Feld gesammelt hat, von Fossilen bis hin zu ethnografischen Objekten, gehören heute zu den Sammlungen der verschiedenen Abteilungen des KMZA.

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